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Glauben

Was glauben eigentlich die Katholiken?

Zuerst einmal glauben wir, wie alle Christen, aber auch Juden und Muslime, an den einen allmächtigen und barmherzigen Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat. Im Glaubensbekenntnis der katholischen Kirche sind die wichtigsten Glaubengrundsätze für die Katholiken niedergeschrieben.

Als Christen glauben wir, dass Jesus Christus Gottessohn ist, auf die Erde kam, um die Menschen zur Umkehr zu bewegen, sie wieder zu Gott zu führen und mit ihm zu versöhnen. Als Katholik glaubt man außerdem noch, dass es im Laufe der Jahrhunderte besonders begnadete Menschen gab, Menschen die durch ihr Beispiel im Glauben und in der Liebe zu Gott den Menschen heute noch als Vorbild dienen.
Angefangen bei Maria – die Mutter Jesus – die durch ihren Glauben an Gott, und ihr `JA` zu Gottes Verkündigung durch den Engel diesen Neuanfang überhaupt erst ermöglicht hat. Wenn Maria nicht `JA` zu Gottes Plänen gesagt hätte, gäbe es keine christliche Kultur.
Aber nach Ihr gab es immer wieder Menschen mit ganz besonderen Beziehungen zu Gott und zu Jesus Christus Menschen, die dem Weg Jesu folgten und versuchten, so gut wie möglich ihn zum Vorbild zu nehmen und ihm immer ähnlicher zu werden. Diese Menschen nennt man in der katholischen Kirche `Heilige`. Zu diesen Heiligen beten die Menschen, aber nicht, weil sie sie anbeten wie sie Gott und Jesus Christus, sondern als Fürsprecher vor Gott, in ihren Anliegen, in Not und Leid so wie man auch hier auf Erden Menschen um ihre Hilfe bitten.  Höchste Fürsprecherin für die Menschen ist Maria. Ihr tragen viele Menschen ihre Anliegen, Sorgen und Nöte vor, damit sie für uns bei ihrem Sohn um Beistand und Hilfe bittet.
Die vielen Votivtafeln hier in Marienthal geben Zeugnis von solchen Gebetserhörungen.
Entscheidend ist, dass man den Willen Gottes annimmt, ob er nun für uns etwas Angenehmes oder weniger Angenehmes bereit hält, ob er sich nun für uns erschließt oder wir es nur schwer oder überhaupt nicht verstehen können.
Wir sind dazu aufgefordert, aktiv mitzuarbeiten und das Evangelium zu leben. Eine Zusammenarbeit, zu der es vor allem gehört, über Gottesworte nachzudenken und die Mitmenschen und sich selbst kritisch zu betrachten und durch Reue, Buße und Veränderung einen neuen und besseren Weg zu gehen. Dabei ist ganz wesentlich, dass Gott niemanden zwingt, etwas gegen seinen freien Willen zu tun. Gott bietet uns den Glauben als ein Geschenk an und wir können frei entscheiden, ob wir ihn annehmen oder nicht.
Für Katholiken ist es wichtig, dass die Bibel das inspirierte, irrtumsfreie, offenbarte Wort Gottes ist. Die Taufe ist heilsnotwendig, durch sie werden wir von der Erbschuld befreit (Erbschuld ist keine persönliche Schuld, es handelt sich vielmehr um die Schuld, die seit Adam und Eva von Generation zu Generation weiter vererbt wird)
Die 10 Gebote stellen eine Art Wegweiser dar. Wenn wir diesen Geboten folgen und sie zu erfüllen suchen, sind wir auf dem besten Weg zu einer echten und fruchtbaren Beziehung zu Gott, zu dem Dreifaltigen Gott (- Gott Vater – Gott Sohn und Heiliger Geist; Gott Vater erschuf die ganze Welt und das Universum, er offenbarte sich als Mensch in der Gestalt von Jesus Christus, seinem von Maria geborenen Sohn, - er wirkt unter den Menschen im Heiliger Geist).

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